Fjodor Jakowlewitsch Alekseev wurde oft als "russischer Canaletto" bezeichnet und gilt als einer der Begründer der russischen Stadtlandschaft.
Manchmal, wenn man alte Gemälde betrachtet, hat man das Gefühl, in der Zeit zurückgereist zu sein und sich auf einem alten Platz oder einer belebten Kaufmannsstraße zu befinden, wo Händler in langen Kaftanen und Pelzmützen gemächlich spazieren. Und manchmal fühlt man sich sogar wie ein Zeuge der schrecklichen Flut in Petersburg im Jahr 1824. All diese malerischen Werke wurden von Fjodor Jakowlewitsch Alekseev geschaffen. Seine Arbeiten prägen das klassische Bild von Petersburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der russischen Kunst.
Der Künstler stellte auch oft Provinzstädte dar. In den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts reiste er auf Befehl von Katharina II. in den Süden des Russischen Reiches, um Orte festzuhalten, die die Kaiserin während ihrer Reise nach Krim im Jahr 1787 besucht hatte. Dort schuf Alekseev zahlreiche Aquarellskizzen und Entwürfe, die später in Petersburg die Grundlage für solche Gemälde wie "Blick auf die Stadt Nikolaev" und "Platz in Cherson" bildeten. Diese Werke beeindruckten die Zuschauer durch ihre Genauigkeit, da der Künstler bestrebt war, die maximale Detailtreue des Alltagslebens im Russischen Reich zu vermitteln, einschließlich zufälliger Passanten oder eines faulen Hausmeisters.
Doch landesweite Bekanntheit erlangte Alekseev durch eine Serie von Gemälden der Moskauer Suite, die Moskauer Gassen, Plätze und insbesondere die Umgebung des alten Kremls darstellt. Bis zu seinem Lebensende arbeitete Fjodor Alekseev an der Akademie der Künste und schuf weiterhin neue Gemälde.
Am 19. November 1824 erlebte Petersburg die verheerendste Flut in seiner Geschichte, und Alekseev beschloss, sie festzuhalten. Einige Tage nach seinem letzten Werk, am 23. November 1824, verstarb der Künstler.
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