Im Jahr 1862 wurde Alexander II im Kreml empfangen, und zu diesem Ereignis versammelten sich Vertreter aller Stände. Im Namen des Handels begrüßte der Bürgermeister Michail Leontjewitsch Koroljow den Kaiser. Nach einem Gespräch mit ihm erkundigte sich der Herrscher nach seinem Nachnamen. Koroljow, der das Wort "Nachname" im alten Sinne als "Familie" verstand, begann von seiner Frau und ihren gesundheitlichen Problemen zu erzählen. Alexander II. erkannte schnell das Missverständnis und versprach, die Frau Koroljows zu besuchen, was er auch tat. Als Dankeschön spendete Koroljow einen erheblichen Betrag für den Bau des Alexandro-Mariinischen Instituts.
Diese Bildungseinrichtung nahm Kinder aus bedürftigen Familien aller Stände auf. Die Lehrer hier waren von hohem Niveau, und viele Absolventen schafften den Zugang zu höheren Bildungseinrichtungen. Das Institut hatte auch eine praktische Schule, in der Mädchen im Handwerk und Jungen im Schneiderhandwerk unterrichtet wurden. Das Alexandro-Mariinische Institut stand immer unter der Obhut seiner Stifter, die sich auch um die Lehrer kümmerten. Im Jahr 1877 wurde für sie ein separates Wohngebäude errichtet. Einige Jahre später zog dort ein junger Absolvent der physikalisch-mathematischen Fakultät der Moskauer Universität, Ivan Bucharin, ein.
Im "Wohnheim" lernte er die Lehrerin Ljubow Ismailowa kennen, und 1888 wurde ihr Sohn Nikolai geboren, der zukünftige Gefährte von Lenin und Stalin. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte der bekannte Bolschewik in den engen Zimmern des Lehrerhauses. Es wurde gesagt, dass Bucharin und Stalin enge Freunde waren. Nikolai Ivanowitsch nannte Stalin bei seinem Parteinamen "Koba", und dieser nannte ihn liebevoll "Bucharčik". "Wir sind mit dir, Bucharčik, die Himalayas, und alle anderen, kleine Flecken", sagte Stalin. Bucharin wurde am 15. März 1938 im Rahmen des Verfahrens gegen den antisowjetischen rechten Trotzkistenblock erschossen.
Vor seiner Hinrichtung trug das Alexandro-Mariinische Institut den Namen Schule Nr. 17 zu Ehren Bucharins. Heute bereitet die ehemalige Kaufmannseinrichtung Sozialarbeiter, Erzieher für Kindergärten und andere Fachkräfte vor.
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