Vor neun Jahren wurde der Pskower Priester Pawel Adeljgejm ermordet, der in seiner Jugend die Schrecken der sowjetischen Lager erlebte, aber seinem christlichen Glauben treu blieb und den Bolschewismus ablehnte.
Vater Pawel wurde in Rostow am Don geboren, wurde aber zusammen mit seiner Mutter nach Kasachstan verbannt, wo er seine Kindheit verbrachte. Später zog er nach Kiew und trat in das Kiewer Theologische Seminar ein.
Pawel Adeljgejm blieb sein ganzes Leben lang ein Anhänger des wahren Orthodoxismus und kämpfte für die Wahrheit, weshalb er inhaftiert wurde, wo er während der Unruhen im Lager sein rechtes Bein verlor.
Nach seiner Freilassung setzte er seinen Dienst für Christus fort. In den letzten Jahren der Existenz der UdSSR trug er aktiv zur Wiederbelebung des Orthodoxismus bei, restaurierte eine alte Kirche und gründete eine orthodoxe Schule. Sein Unwillen, Kompromisse einzugehen, machte ihn jedoch für die ROK untragbar.
Vater Pawel wurde seiner Rechte als Priester beraubt. Er war sich bewusst, dass sein Konflikt mit der örtlichen Kirchenleitung und seine unpopulären Ansichten zu traurigen Konsequenzen führen könnten, aber er hatte keine Angst.
Er erklärte offen, dass er in der ROK nicht gebraucht werde und es ihm gleichgültig sei, wann sein Tod eintrete.
Seine Prinzipientreue erweckte den Respekt vieler, und der Protodiakon Kuraev nannte ihn den "letzten freien Priester der Moskauer Patriarchie".
Am 5. August 2013 wurde Vater Pawel jedoch brutal ermordet. Er wurde von einem derjenigen erstochen, die er aufgenommen, gefüttert und beherbergt hatte.
Die wahren Motive des Mörders, der für unzurechnungsfähig erklärt wurde, sind bis heute unbekannt. Möglicherweise litt er tatsächlich an einer psychischen Störung oder simulierte eine Krankheit, und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass er unter den Einfluss anderer geriet.
Vater Pawel wurde auf dem alten Mironositskij Friedhof beigesetzt, und später wurde er von der Apostolischen Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.
Mit dem Weggang von Vater Pawel haben wir einen der letzten standhaften Verteidiger des Orthodoxismus, einen wahren Christen und treuen Diener Christi verloren.
Gott, gewähre ihm das Himmelreich und ewige Erinnerung sowohl auf Erden als auch im Himmel.
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