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Fjodor Alexandrowitsch Abramow

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Fjodor Alexandrowitsch Abramow war einer der herausragenden russischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und Preisträger des Staatspreises der UdSSR. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, und das Schauspiel „Brüder und Schwestern“ des Kleinen Dramatischen Theaters, das auf seiner gleichnamigen Tetralogie basiert, wurde mit dem Staatspreis der UdSSR, dem Theaterpreis „Goldene Sofit“ und mehreren internationalen Auszeichnungen geehrt.

Abramow wurde am 29. Februar 1920 im Dorf Werkolja in der Provinz Archangelsk in eine Bauernfamilie geboren und war das jüngste von fünf Kindern. 1938 schloss er die Karpogorska Mittelschule mit Auszeichnung ab und begann ein Studium an der philologischen Fakultät der Leningrader Staatsuniversität. 1941 meldete er sich freiwillig an die Front.

Sein erster Roman „Brüder und Schwestern“ wurde 1958 veröffentlicht, und 1963 erschien die Erzählung „Rundherum“, die in der UdSSR kritisiert, im Ausland jedoch positiv aufgenommen wurde. 1968 wurde in der Zeitschrift „Neva“ die Fortsetzung des Romans „Brüder und Schwestern“ mit dem Titel „Zwei Winter und drei Sommer“ veröffentlicht. Die Trilogie „Prjasliny“, für die Abramow 1975 den Staatspreis der UdSSR erhielt, endete mit dem Roman „Wege und Umwege“.

Abramow war auch als talentierter Publizist bekannt. Seine Werke sind auch heute noch relevant und behandeln nicht nur soziale, sondern auch moralische Fragen. Er behauptete, dass soziale, wirtschaftliche und ökologische Probleme untrennbar mit spirituellen verbunden sind, und dass die Wiederbelebung Russlands ohne Verbesserung der menschlichen Natur unmöglich ist.

Der letzte unvollendete Roman Abramows „Das reine Buch“ wurde erstmals 1998 in der Zeitschrift „Neva“ veröffentlicht.

Am 14. Mai 1983 starb Fjodor Alexandrowitsch Abramow in Leningrad an Herzinsuffizienz nach einer schweren Operation. Er wurde im Dorf Werkolja in der Region Archangelsk am rechten Ufer des Flusses Pinega beigesetzt. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Artemiewo-Werkolskij-Kloster, dessen Wiederherstellung Abramow in den letzten Lebensjahren wichtig war. In Werkolja wurde ein Museum zu seinem Gedenken eröffnet.

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