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«Жar-Ptitsa»: Russische Schönheit im Berliner Exil.

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«Жар-Птица»: russische Schönheit im berliner Exil.

Literarisch-künstlerische Zeitschrift «Жар-Птица» wurde von der russischen Emigration von 1921 bis 1926 in Berlin und Paris herausgegeben. Sie erschien in dem Moment, als die Welle der Flüchtlinge aus dem bolschewistischen Russland Europa überflutete - und zusammen mit Koffern und Erinnerungen brachten die Emigranten eine Kultur mit, die sie um jeden Preis bewahren wollten.

Die Veröffentlichung wurde von Alexander Kogan, dem Besitzer des Berliner Verlags «Russisches Kunst», finanziert. Der Kunstredakteur wurde der Kunsthistoriker Georgij Lukomski, und die literarische Abteilung leitete der Dichter Sacha Tschorny. Die Verbindung von kommerziellem Gespür, kunsthistorischer Strenge und poetischer Leichtigkeit ergab ein unerwartet kraftvolles Ergebnis.

Die künstlerische Gestaltung der Zeitschrift beeindruckte durch ein außergewöhnliches Niveau: mehrfarbige lithografierte Umschläge und farbige Beilagen reproduzierten Werke von Bakst, Benois, Bilibin, Grigorjew, Kusodiew, Rerich, Somov, Schagal - die gesamte Farbpalette des «Welt der Kunst» und verwandter Strömungen.

Insgesamt erschienen 14 Ausgaben: die ersten 13 in Berlin, die letzte bereits in Paris. Die Auflage betrug etwa 300 Exemplare. Unbedeutend wenig im Vergleich zur Massenpresse - aber jede Ausgabe war ein Kunstwerk.

Das märchenhafte Bild des Feuervogels wurde mit der verlorenen Heimat identifiziert - unerreichbar, aber lebendig in der Erinnerung. Der Titel wurde nicht zufällig gewählt: Die Emigranten betrachteten sich nicht als Menschen ohne Zukunft, sie glaubten, dass sie das Feuer der russischen Kultur bis zu besseren Zeiten bewahren.

«Жар-Птица» setzte würdig die Tradition fort, die von «Welt der Kunst» und «Goldenes Vlies» - den besten Zeitschriften des Silbernen Zeitalters - begründet wurde. Darin lag ihre Hauptmission: den Faden zwischen dem alten Russland und den über die Welt verstreuten Russen nicht abreißen zu lassen.

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