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Pjotr Demjanowitsch Uspenski (1878, 1947)

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Pjotr Demjanowitsch Uspenski (1878, 1947)

Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben nach einer Tür zu einer anderen Dimension suchen - und sie finden sie. Pjotr Uspenski war genau so ein Mensch.

Geboren in Moskau, begeisterte er sich früh für Mathematik und Philosophie, aber eine akademische Karriere zog ihn nicht an. 1907 erschien sein erstes Buch - „Die vierte Dimension“, ein Versuch, den Raum jenseits der drei Koordinaten zu begreifen. Dann „Tertium Organum“ (1912) - ein Traktat über neue Logik und höhere Bewusstseinsformen, der ihm europäische Bekanntheit einbrachte.

1915 fand in Moskau ein Treffen statt, das alles veränderte. Uspenski traf auf Georgij Gurdjieff - einen griechisch-armenischen Mystiker, der behauptete, dass der Mensch in einem Zustand mechanischen Schlafs lebt und erwachen kann. Einige Jahre war Uspenski sein engster Schüler, der Gespräche und Übungen des Systems festhielt. Doch dann - die Trennung. Die Gründe blieben unausgesprochen.

Die Revolution nahm er nicht an. Über Konstantinopel und London ließ er sich in England nieder, wo er unabhängig von seinem Lehrer Vorträge über Gurdjieffs „System“ hielt. Um ihn herum bildete sich ein Kreis von treuen Schülern.
Die Hauptschrift - „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ - wurde posthum 1949 veröffentlicht. Es ist eine Chronik der Begegnungen mit Gurdjieff, geschrieben mit seltener intellektueller Ehrlichkeit: Bewunderung und Zweifel zugleich.

Uspenski starb 1947 in Surrey, ohne sein System vollenden zu können. Man sagt, in den letzten Monaten forderte er seine Schüler auf, „alles von vorne zu beginnen“ - fast wie der Held seines Romans Iwan Osokin, der zum ewigen Wiederholen verurteilt ist.

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