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3. Mitinskoe Siedlung

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Am Nordufer des Penjagin-Teichs, in der Nähe der modernen Bootsstation, sind die Überreste der Siedlung der Wjatitschen erhalten geblieben, bekannt als 3. Mitinskoe Siedlung, datiert auf das 12.-15. Jahrhundert. Diese Siedlung wurde 1991 von A.V. Trusov entdeckt. Untersuchungen zeigten, dass ihre Fläche etwas mehr als ein Hektar betrug. Hier wurden Überreste antiker Gebäude sowie zahlreiche Artefakte gefunden, die mit der wirtschaftlichen Tätigkeit der Bewohner in Verbindung stehen, darunter Fragmente von Tontöpfen, ein Stück eines eisernen Messers und ein seltener zylindrischer Schloss. Diese Funde lassen vermuten, dass hier mindestens eine wohlhabende Familie gelebt haben könnte, und weitere Ausgrabungen könnten neue Gebäude und einzigartige Artefakte zutage fördern.

Die Wjatitschen, eines der ostslawischen Stämme, wiesen in der Zeit des Alten Russtaates deutliche Unterschiede zu ihren Nachbarn auf. Sie bildeten einen Stammesbund und besiedelten im 9.-11. Jahrhundert die Region Ober-Oka, wobei sie wichtige Handelsrouten zwischen Europa und dem Osten kontrollierten. Die Wjatitschen lebten in einem clanbasierten System und wählten einen Anführer, der Fürst genannt wurde, der das Heer kommandierte. Allmählich wurde die Macht des Fürsten erblich. Die Wjatitschen bauten Blockhäuser mit kleinen Fenstern, die sie im Winter mit Riegeln verschlossen.

Das Land der Wjatitschen war reich an Wild, Vögeln und Fischen. Sie führten einen halbjägerischen und halblandwirtschaftlichen Lebensstil, indem sie Dörfer nach Erschöpfung der Felder verlegten. Neben Landwirtschaft und Jagd betrieben die Wjatitschen Bienenzucht und Fischerei und hielten Vieh. Der Handel war ein wichtiger Teil ihres Lebens; sie pflegten Kontakte zur arabischen Welt, Westeuropa und Byzanz, tauschten Pelze, Honig und Handwerksprodukte gegen Seidenstoffe und Schmuck.

Archäologische Ausgrabungen haben zahlreiche Handwerksstätten der Wjatitschen zutage gefördert, in denen Metallurgen, Schmiede, Juweliere und Töpfer arbeiteten. Die Metallurgie basierte auf lokalen Erzen, und die Schmuckherstellung erreichte ein hohes Niveau. Die Wjatitschen stellten Armbänder, Ringe und Amulette her.

Altrussische Quellen erwähnen verschiedene Begriffe zur Bezeichnung von ländlichen Siedlungen, aber der gebräuchlichste ist „Siedlung“. Diese Siedlungen lagen normalerweise an Gewässern und bestanden aus mehreren Höfen. Die Bewohner solcher Siedlungen, die in kleinen Gemeinschaften lebten, versorgten sich selbst mit allem Notwendigen, was durch Funde von wirtschaftlichen und handwerklichen Gebäuden bestätigt wird.

Geo-Punkt

3-е Митинское селище

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